Am 9. September 1976 begann die Fernsehkarriere der kleinen Biene Maja. Die Zeichentrickserie, die auf Waldemar Bonsels’ Kinderbuch Die Biene Maja und ihre Abenteuer von 1912 zurückgeht, wurde im ZDF zu einem der beliebtesten Kinderprogramme und prägte über Jahrzehnte Generationen von Zuschauern. Maja, Willi, Flip und die anderen Bewohner der Klatschmohnwiese gehören bis heute zum festen Bestand der deutschen Kinder- und Fernsehkultur.
Auch die deutsche Philatelie hat die Erfolgsgeschichte der Biene Maja mehrfach gewürdigt. Erstmals erschien sie 1998 auf einem deutschen Postwertzeichen. Die 110+50-Pfennig-Jugendmarke aus der Serie „Für die Jugend – Kinderfernsehen“ trägt die MICHEL-Nummer 1992 und wurde am 10. Juni 1998 ausgegeben. Das von Erna de Vries gestaltete Markenmotiv zeigt die kleine Biene Maja.

22 Jahre später kehrte Maja auf eine deutsche Briefmarke zurück. Am 3. Dezember 2020 erschien sie als 80-Cent-Sondermarke in der Serie „Helden der Kindheit“. Die von Jennifer Dengler gestaltete Marke trägt die MICHEL-Nummer 3577 und zeigt Maja gemeinsam mit ihren Freunden Willi, Flip, Puck und Max. Bewusst orientierte sich die Gestaltung am vertrauten Erscheinungsbild der klassischen Zeichentrickserie.
Die Ausgabe erwies sich auch bei den Briefmarkenfreunden als besonders beliebt: In einer von der Deutschen Post durchgeführten Abstimmung wurde die Biene-Maja-Marke zur schönsten deutschen Briefmarke des Jahres 2020 gewählt. Mehr als 17.000 Teilnehmer beteiligten sich an der Abstimmung.
Zum 50. Fernsehjubiläum am 9. September 2026 bietet sich damit ein kleiner philatelistischer Rückblick an: MICHEL 1992 von 1998 und MICHEL 3577 von 2020 dokumentieren zwei wichtige Stationen der deutschen Briefmarkengeschichte der Biene Maja. Die beliebte Zeichentrickfigur hat damit auch in der deutschen Philatelie ihren festen Platz gefunden – als sympathische „Heldin der Kindheit“ und als attraktives Motiv für Sammler von Kinder-, Comic- und Fernsehmotiven.
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